Beim Barte des Propheten

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Jeder Mann hat einen. Der eine mehr, der andere weniger. Und er wandelt sich im Fluss der Zeit. Frauen lieben oder hassen ihn. Von Kultur zu Kultur gibt es beträchtliche Unterschiede. Es gibt unendliche Styles. Bei uns ist er mittlerweile ein Modethema und liegt voll im Trend – DER BART.

Warum tragen zwei Drittel der Männer Bart? Ganz einfach: Sie wirken damit sympathischer, attraktiver und geheimnisvoller.  Doch Schönheit liegt im Auge des Betrachters.  Blicken wir zurück in die ferne Vergangenheit, so hat sich der Mensch vom Ganzkörperbart im Zeitalter der Neandertaler zu einem mehr oder weniger haarlosen Wesen (weiter)entwickelt. Über die Jahrtausende wurde die Haarpracht zum Ausdruck von Stil, Kultur und Mode. Dabei bei spreche ich nicht nur vom Haupthaar, das uns Männern leider viel zu oft auf dem Weg durchs Leben abhanden kommt, sondern von dem umso stetigeren Gesichtshaar.

WENN ER NICHT WILL, WIE „MANN“ WILL

Im Alter von 14 bis 18 Jahren setzt bei den meisten Jugendlichen der Bartwuchs ein. 0,4 Millimeter wächst ein Gesichtshaar pro Tag und würde sich ein Mann nie rasieren, sagt die Statistik, wäre der Bart am Ende des Lebens im Durchschnitt 10 Meter lang. Haar- und Bartwuchs sind beim Menschen genetisch festgelegt – insbesondere jene Stellen, die im Laufe der Evolution ausgespart wurden – was durchaus Sinn macht, unterscheidet uns dies doch vom Affen. Selbst eine Testosteron-Therapie, die den Haarwuchs boostet, hilft nur den vorhandenen Bartwuchs zu verstärken, kann aber an den spärlichen Stellen nichts ausrichten. Da hilft nur die richtige Wahl des Styles. Es ist wie es ist – oder steckt heute mehr dahinter? George Hamilton meint: „Die Vorliebe der Männer für Vollbärte hängt mit der Emanzipierung der Frau zusammen. Denn beim Vollbart kommt auch die emanzipierteste Frau nicht mit.

ES WAR EINMAL

In früheren Zeiten war der Bart ein Zeichen der Kraft und eine Zierde der Männlichkeit. Die Ahnenreihe berühmter Bartträger ist schier endlos lang. Da finden sich in der Galerie der Manneszierde die akribisch gepflegten Vollbärte der Babylonier, Perser und Assyrer, die Königsbärte der Ägypter (Forschungen zeigen allerdings, dass diese zum Teil künstlich waren), die gelockten Bärte der Griechen, die herrischen Bärte der Spartiaten und die hebräischen Patriarchenbärte. Viele Kaiser schmückten ihr Gesicht mit Schnurrbärten, die teils zu skurrilen Kunstwerken mutierten. Die gestutzten Bärte der Könige im Mittelalter wurden dann nach einem bartlosen 13. Jahrhundert von verschiedensten Formen des Vollbarts abgelöst.

Die Sichtweisen bezüglich der Deutung und Bedeutung des Bartes, unterscheiden sich von Kultur zu Kultur beträchtlich. Der Bart hatte in der Frühgeschichte der Menschheit auch kultischen Charakter mit vielen religiösen Komponenten und auch nicht unerheblichen mystischen Aspekten. Im Bart liegen die Stärke, die Substanz und damit die Potenz des Mannes und wessen Bart so richtig groß sei, der werde im Leben viele Frauen – nein, viel Glück - haben. Gleichzeitig galt der Bartträger als leicht verwundbar. Wem der Bart abgenommen wird, verliert einen Teil seiner Substanz hieß es, er unterwirft sich der Gewalt des anderen.  

UND HEUTE GILT

Doch genug der Geschichte, was ist heute angesagt? Die coolsten Typen sind, ja, gut geraten! – Bartträger. Die Zeiten des glatt rasierten Gesichts sind schon wieder vorbei. Frauen stehen wieder auf mehr Haar am Mann und dadurch auch zunehmend wieder auf Bart. Zumindest zeigen die aktuellen Modetrends viele lässige Typen auf den internationalen Laufstegen, in Magazinen und auf Plakaten, die allesamt Bärte im Gesicht haben. Aber welchen Style soll sich „Mann“  wachsen lassen? Die erste Frage die „Mann“ sich stellen sollte, ist die Frage nach dem Wo und Wieviel. Was nutzt der Wunsch nach einem herrlichem Vollbart, wenn mehr Haut als Haare zu sehen ist. Ist dies einmal abgeklärt, geht es darum welcher Style verkörpert werden soll, was passt und welche Frau will MANN erobern?

STYLEBIBLE

Der Klassiker unter den Bärten ist der Vollbart. Viel männlicher geht’s nicht mehr. Denn Intellekt und Geheimnis verbergen sich hinter dem geschichtsträchtigen Gesichtshaar. Zurzeit wird er etwas länger und dafür das Haar etwas kürzer getragen. Frauen die den Beschützer und Bewahrer suchen, sind bei Vollbartträgern gut aufgehoben. Der Drei-Tage-Bart Typ vermittelt Individualität und Abenteuer, er fackelt nicht lange und ist ein Mann der Tat. Der Kotellettenbart erinnert an die poetische Seite des Mannes, der Künstler blinzelt hindurch und die 50er Jahre lassen grüßen. Die absolute  Retroabteilung der holden Weiblichkeit angelt sich der Oberlippenbartträger. Ob man auf der Schmachtwelle, á la Clark Gable surft oder im Fahrwasser des einen oder andern Monarchen, hängt von Dichte, Schnitt und Opulenz ab.

Coole, lässige Frauen mit Kreativkraft halten Ausschau nach dem Soul Batch, ein leichter Oberlippenbart mit bedeckter Kinnspitze, gesehen bei den Soul Brothers. Eine Alternative, weil besonders cool mit Brille, ist der Chin Puff: ein leichter Oberlippenbart mit Bartstreifen zirka 1cm von der Unterlippe mittig über das Kinn gezogen. Will „Frau“ verträumte, sanfte, romantische und erotisch wirkende Kerle ist der Ziegenbart, der Fu Manchu – Bartstreifen auf der Oberlippe, an den Mundwinkeln vorbei heruntergezogen bis zum Kinn und an der Unterlippe ein kleiner Bartansatz – oder der Rapper Style die richtige Wahl. Sexy ist auch der Henriquarte, ein Drei-Tages-Bart, jedoch nur um Oberlippe und Kinnpartie getragen. Der Kinnbart oder der Lincoln Style, als Kombination mit Oberlippe und Kotelletten sind etwas „steifere“ Varianten.

Doch vollkommen egal was es wird, der Bart darf nicht nur Fassade oder Versteck sein. Die Persönlichkeit, Individualität und Authentizität müssen unterstrichen und dürfen nicht überwachsen werden, sonst merken wir empathisch begabteren weiblichen Wesen dies sofort und sind weg ;-).

MEN ONLY

Wer sich unsicher ist, welcher Bart passt – und vor allem welcher Bart auch ob der natürlichen Behaarung möglich ist, findet professionelle Beratung in Barber Shops, die auch hierzulande immer mehr in Mode kommen. In entsprechendem Ambiente kann MANN hier den Bart pflegen oder trimmen lassen – und selbst bartlose Männer bekommen hier eine Rasur vom Feinsten verpasst. Ein Vergnügen, dass nur Männern vorbehalten und sicher auch eine nette Geschenksidee zum Vatertag ist.

Ich habe eine Auswahl der besten Barbiere Wiens zusammengestellt und wünsche viel Freude beim Ausprobieren!

Eure

Irmie Schüch-Schamburek

 

Royal Hair Update
1., Getreidemarkt 18
Tel: +436769017151

K.u.K. Hofbarbier
1., Operngasse 10
Tel. +4367692052523

Giller&Co Wiener Barbiere
6., Stumpergasse 52
Tel: +4315953163

Brothers‘ Barbershop
7., Neubaugasse 81
Tel: +4319908304

Franz und Gloria
7., Schottenfeldgasse 77
Tel: +436504006089

Bernhard Krenn 
8., Auerspergstraße 7
Tel: +4314068127

Haarspalterei the Barbershop
12.,Othmargasse 23
Tel: +4313300494

Nick’s Barbershop
21., Donaufelder Strasse 101/TOP 2
Tel: +4369910834962

 

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