Vater werden ist nicht schwer ...


Blättert man in den Annalen unseres geliebten Österreich, wurde der Vatertag erstmals im Jahr 1955 gefeiert und geht zurück auf den Wiener Helmut Herz, der einen Umsatz-Turbo für die damals in der Krise steckende Textilindustrie suchte. Der Vatertag sollte in der Sommerzeit den Konsum wieder ankurbeln – wie in Wikipedia nachzulesen ist. Herrn Herz fielen die Besäufnisse am "Herrentag" in Deutschland in der medialen Berichterstattung auf und bei der Konzeption der Werbepläne für das kommende Jahr dachte er daran, den Vatertag als Familienfest nach Österreich zu holen. Dazu wurde nicht nur ein Vatertagskomitee eingerichtet, sondern sogar im Radio über die Aktion berichtet. Doch der Vatertag wurde nicht als "neues" Fest verkauft, sondern als ein Familientag, der nun wieder stärker gefeiert wird - dadurch sollte Widerstand gegen etwas Neues abgewandt werden. Sieht man sich heute die Umsätze in dreistelliger Millionen Euro Höhe an, kann man durchaus behaupten, dass sein Plan aufging.

Eines ist aber überall gleich: Die Kinder- und Mutterköpfe laufen heiß bei der Frage, was man Papi schenken kann. Krawatten, Socken oder Unterwäsche ist zum Vatertag ebenso beliebt wie Bügeleisen zum Muttertag. Eine Stufe beliebter, aber immer noch unterirdisch, sind Alkoholika oder Süßigkeiten – beides schlecht für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Nun durchstoßen wir in der 5-teiligen Beliebtheits-Vatertag-Geschenke-Skala die Grenze zum Licht. Gutscheine lassen zumindest die Wahl für Papi offen, welchen unnützen Tand er sich selbst zulegt. Am Weg in den Ideen-Olymp finden wir nun Geschenke zu Themen, die der Vater aus Leidenschaft betreibt, auch Hobby genannt. Egal ob Angeln, Rad fahren, Briefmarken sammeln oder Oldtimer: alles was Vater´s erfüllende Freizeitbeschäftigung betrifft, wir auf freudvollen Boden treffen. Ganz oben, im Geschenkehimmel angekommen, sehen wir Füllhörner an Selbstgebasteltem von den lieben Kleinen oder einfach Zeit, die die Familie und die Kinder dem meist im Alltag schwer beschäftigten Papa schenkt. Zeit der Zuwendung, Zeit des Miteinanders, Zeit der Zärtlichkeit und Zeit der Liebe – ja, so einfach kann es sein.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen und harmonischen "Feier- und Vatertag!“

Irmie Schüch-Schamburek

‹‹ ältere Einträge